DIY – Rezepturen mit ätherischen Ölen

DIY-Rezepturen mit ätherischen Ölen

Ätherische Öle: Dufterlebnis, Naturmedizin, Wellness, Hautpflege. In der DIY Naturkosmetik lassen sich ätherische Öle gut mit Pflanzenölen kombinieren. Bäder, duftende Körperöle, effektive Gesichtspflege, ätherische Öle geben ihnen eine besondere Note.

Diese kleine Frühjahrs-Rezeptursammlung wird aus 10 duftenden Pflegeölen bestehen, sie wird kontinuierlich erweitert. Ein Körperöl, Badeöle, ein muskelentspannendes Massageöl, eine sommerliche Duftmischung, edle Ölkonzentrate zur Gesichtspflege und ein paar Aroma-Thalasso-Rezepturen.

Ätherische Öle auf der Haut

Ätherische Öle sind vielseitig und wirken auf verschiedenen Ebenen und über unterschiedliche Wege. Über die Atemwege und über Haut. Auf die Haut sollten ätherische Öle nicht pur aufgetragen werden, sie könnten reizen. Zur Verdünnung eignen sich sogenannte Trägeröle.

Trägeröle sind pflanzliche – fette – Öle und Wachse, beispielsweise Traubenkernöl, Makadamianussöl, Jojoba- oder Mandelöl. Auch “moderne” Pflanzenöle, wie Arganöl, Hagebuttenkernöl oder Kaktuskernöl, die gerne für die Gesichtspflege verwendet werden. Alles zu pflanzlichen Ölen in unserem Beitrag Regenerative Kosmetik mit Pflanzenölen:

Bei Trägerölen und ätherischen Ölen sollte auf hohe Qualität geachtet werden. Naturrein – zu 100% – ist in der Regel gut, die Hersteller informieren meist über ihren Qualitätsanspruch und ihre Kriterien.

Ätherische Öle als DIY-Paket vertreiben wir über unser virtuelles Kosmetikstudio. Wir arbeiten mit den Ölen von EDEL Naturwaren und Tiroler Kräuterhof. Anfragen zu Angeboten über DIY Pakete und zu Rezepturen über das Kontaktformular. – Bestellgutscheine bei Registrierung über unser Kontaktformular

DIY-Rezepturen mit ätherischen Ölen
Symbolfoto pixabay – Ätherische Öle mit Zitrusduft

Zitrusfrische Körperöl

Das Zitrusfrische-Körperöl ist eine wunderbar duftende Pflanzenöl-Mischung, die Lust auf Sommer, Urlaub und Sonne macht.

Nach dem Duschen, auf die noch feuchte Haut aufgetragen, entfaltet das Öl ein erfrischendes, mildes und dezentes Aroma. Die pflegenden Pflanzenöle ziehen sehr gut und schnell in die Haut ein, es entsteht kein störender Fettfilm.

Das Body-Öl sollte in keinem Fall vor dem Sonnenbad aufgetragen werden, sondern erst im Anschluss.

Die Mischung umfasst 100 ml. Damit kommt man gut einige Zeit aus. Das Öl sollte kühl und trocken gelagert werden.

Zutaten – Zitrusfrische Körperöl

Pflegende Pflanzenöle
50 ml Traubenkernöl
30 ml Mandelöl
20 ml Jojobaöl

Ätherische Öle
1 Tropfen Litsea cubeba
1 Tropfen Zitromenöl „Citrus limonum fruit oil“
1 Tropfen Orangenöl „Citrus aurantium dulcis oil“
1 Tropfen Bergamotteöl „Citrus aurantium bergamia fruit oil“
1 Tropfen Grapefruitschalenöl „Citrus grandis peel oil“
1 Tropfen Rosmarinöl „Rosmarinus officinalis leaf oil“
1 Tropfen Wachholderholzöl „Juniperus communis wood oil“

Herstellung

Zunächst die Pflanzenöle in einer Schale mischen, dann die ätherischen Öle tröpfchenweise zugeben und in eine Glasflasche abfüllen.
Das Zitrusfrische-Body-Öl ist recht stabil, eine Braunglasflasche ist nicht unbedingt erforderlich. Die Mischung hält bei richtiger Lagerung einige Monate.

Die Öle und ihre Wirkungen

Traubenkernöl

Hoher Vitamin E-Gehalt, regenerierendes Öl, wird auch als „Anti-Aging-Öl“ bezeichnet. Zieht relativ schnell in die Haut ein.

Mandelöl

Leichtes Basisöl. Gut verträgliche Hautpflege und häufige Ölkomponente in Pflegecremes.

Jojobaöl

Glättend, als Massageöl geeignet, Hautschutz, flüssiges Wachs.

Litsea cubeba

Blumiger, frischer, zitronenartiger Duft. Konzentrationsfördernd, belebend. Desodorierend.

Zitronenöl „Citrus limonum fruit oil“

Frischer Duft. Erfrischend, belebend, adstringierend (Haut), desodorierend.

Orangenöl „Citrus aurantium dulcis oil“

Frisch, fruchtiger Duft. Positive Auswirkung auf das Gemüt, konzentrationsfördernd, vitalisierend, entschlackend, leicht hautstraffend.

Bergamotteöl „Citrus aurantium bergamia fruit oil“

Fein fruchtiger Duft. Desodorierend, straffend, entschlackend.

Grapefruitschalenöl „Citrus grandis peel oil“

Leichter, süß-herber Duft. Hautstraffend und regenerierend.

Rosmarinöl „Rosmarinus officinalis leaf oil“

Würziger, kräftiger, belebender Duft. Soll positive Gefühle (Aromatherapeutischer Ansatz) unterstützen. Erfrischend, entschlackend, krampflösend.

Wachholderholzöl „Juniperus communis wood oil“

Kräftiger, würziger Duft. Desinfizierend, entschlackend, adstringierend. Beruhigender Effekt auf das Gemüt.

Lust auf weitere Rezepturen? 24 Kosmetikrezepte:

Kokos-Badeöl

20 ml Kokosöl
2 Tropfen Blutorangenöl
1 Esslöffel Sahne

Die Menge bezieht sich auf ein Vollbad.
Das Kokosöl kann vor dem Mischen kurz angewärmt werden. Die Sahne sorgt durch ihren Lecithinanteil für eine bessere Verteilung des Öls im Wasser, zusätzlich ist sie hautberuhigend und hautpflegend. Die Mischung einfach dem warmen Badewasser zugießen! Der dezente Orangenduft ist angenehm und stressreduzierend. Eine Hautpflege nach dem Bad ist meist nicht mehr nötig.

Kokosöl

Kokosöl ist feuchtigkeitserhöhend, glättend und hautberuhigend. Als Hautpflege und Badeöl gut verträglich. Kokosöl enthält Laurinsäure und hat antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Mehr über Kokosöl – hier.

Blutorangen-Öl

Das Öl wird als entspannend und hautstraffend beschrieben. Geeignet für fahle und atrophische Haut, bei Faltenbildung und Cellulite.

Thalassotag@Home

Meersalz, Algen, Schlickpackungen – in der Thalasso-Kosmetik kommen Wirkstoffe aus dem Meer oder aus der Meeresregion zum Einsatz. Wir holen uns heute ein bisschen „Meer“ nach Hause und gönnen uns einen Spa-Thalasso-Tag. Ohne Meeresrauschen – aber dennoch sehr entspannt.

Spa = sanus per aquam – Gesundheit durch Wasser

Wir beginnen mit einem Sanddorn-Meersalz-Peeling, nehmen ein warmes Meersalz-Aromabad und verwöhnen unsere Haut mit einem echten Feuchtigkeitsbooster; einer Algenmaske mit Sanddorn-Wirkstoffkonzentrat. Ätherische Öle sorgen zusätzlich für eine Entspannung der Sinne und runden unser Spa-Erlebnis ab. Wir brauchen:

  • Sanddorn-Kern-Öl
  • Kokosöl
  • Meersalz
  • Milchpulver
  • Algenpulver für Masken
  • Ätherische Öle: Ylang-Ylang, Lavendel, Neroli

Sanddorn-Meersalz-Peeling

Für das Sanddorn-Meersalzpeeling benötigen wir:
1/2 Esslöffel Sanddorn-Kernöl
1/2 Esslöffel Kokosöl
1 Esslöffel Meersalz.

Die Mischung wird auf Gesicht und Körper auftragen und sollte ein paar Minuten einwirken. 3-5 Minuten reichen aus. Anschließend leicht aufmassieren und mit reichlich Wasser abwaschen.

Meersalz-Aromabad

Es folgt das Meersalzaromabad. Unsere Komponenten:

2 Esslöffel Salz
1 Esslöffel Kokosöl
1 Esslöffel Milchpulver
5 Tropfen ätherisches Ylang Ylang-Öl
5 Tropfen ätherisches Lavendelöl
5 Tropfen ätherisches Neroliöl
Mischen und dem einlaufenden, warmen Badewasser zugießen. Badezeit ca. 20 bis 30 Minuten.

Ylang-Ylang-Öl ist hautberuhigend und antiseptisch. Es soll die Zellregeneration der Haut fördern und wirkt hautglättend. Das Öl wird in der Aromatherapie bei Bluthochdruck und verschiedenen Hauterkrankungen eingesetzt und gilt als Aphrodisiakum.

Lavendelöl ist ein blumiger, eher lieblicher Duft. Aromatherapeutisch soll er emotional beruhigen, einen erholsamen Schlaf fördern und die Entschlusskraft stärken. In der Kosmetik hat Lavendelöl beruhigende und rötungsmildernde Eigenschaften und wird gerne in Hautpflegeprodukten gegen Sonnenbrand, bei Insektenstichen und bei Hautunreinheiten (Akne) eingesetzt.

Neroliöl duftet zitrusfrisch. Es wird durch Destillation aus der Zitruspflanze Citrus aurantium (Bitterorange/Pomeranze) gewonnen und gilt als pflegend und aktivierend bei sensibler Haut. Neroli wird gerne bei Haut-Äderchen (Couperose) eingesetzt. Aromatherapeutischer Ansatz: Der Duft soll optimistisch stimmen. Neroliöl wird in der Naturheilkunde bei Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Problemen eingesetzt.

Sanddorn-Algen-Maske

Eine Maske, die Zellerneuerung und Hautstraffung verspricht? Genau so eine Maske ist Bestandteil unseres Thalasso-Spa-Tages! Algen sind kosmetisch hochinteressant. Sie sind u.a. reich an Spurenelementen wie Eisen und Kupfer, an Mineralstoffen und Vitaminen. Eisen unterstützt die Zellatmung und Zink fördert die Kollagensynthese. Algenpackungen regen die Durchblutung an, sie werden als Körperpackungen in der medizinischen Thalassotherapie, zur kosmetischen Cellulite-Behandlung und als straffende Gesichtsmasken in der Thalasso-Kosmetik eingesetzt.

Als Gesichtsmasken sind Vliesmasken mit Algenextrakten eine super Lösung. Sie werden einfach auf die Haut aufgelegt und angefeuchtet. Darunter aufgetragene Wirkstoffkonzentrate können den hautpflegenden Effekt zusätzlich verstärken. Eine weitere Möglichkeit sind Algenpulver-Masken, die selbst angerührt werden müssen. Wir verwenden heute eine selbst angerührte Maske:

2 Esslöffel Algenpulver
1 Teelöffel Sanddorn-Kernöl
2 Trpf. Ylang-Ylang-Öl (bei sehr empfindlicher Haut weglassen)
ca. 5 Esslöffel Wasser

Sanddornöl mit Ylang-Ylang-Öl in einem Schälchen mischen und auf die Haut auftragen. Algenpulver mit Wasser zu einer cremigen Paste verrühren. Mit einem Maskenpinsel auf die Gesichtshaut auftragen. 20 Minuten einwirken lassen und mit viel Wasser abspülen.

Algen & Sanddorn

Sanddornöl: Es gibt zwei Sorten, das Sanddornkernöl und das Fruchtfleischöl. In einigen gebrauchsfertigen Mischungen kommen beide Sorten vor. In unsere Rezeptur verwenden wir das Sanddornkernöl. Das verfügt über einen hohen Linolsäure- und Linolensäureanteil und eignet sich daher besonders zur Anwendung bei trockener, entzündlicher Haut.

Die Frucht des Sanddornstrauches – Sanddornöl wird aus den Kernen und dem Fruchtfleisch gewonnen. Foto: pixabay

Häufig verwendete Algenarten:
Chlorella-Alge: Vitaminreich, eignet sich für empfindliche Haut
Grünalge Ulva Lactuca: Stark feuchtigkeitsspendend
Blaualge Spirulina: Regenerierend und regulierend auf die Talgproduktion

Thalasso-Aroma-Bäder

Beruhigendes Salzbad

1 Esslöffel Meersalz
1 Esslöffel Mandelöl
6 Tropfen Lavendelöl
6 Tropfen Geraniumöl
6 Tropfen Rosenöl
2 Tropfen Rosenholzöl

Entspannendes Badesalz

Wir brauchen dazu:
2 Esslöffel Meersalz
8 Tropfen Jasminöl
4 Tropfen Ylang-Ylang-Öl
4 Tropfen Sandelholzöl

Mehr zu Thalasso im Beitrag:

Champakaöl, ätherisches Öl

Champaka-Gesichtsöl

Mischungen mit ätherischen Ölen zur Gesichtspflege sollten immer mit Bedacht gemischt und angewendet werden. Ätherische Öle können überzeugende Wirkungen auf der Haut haben. Je nach Öl, Hauttyp, Creme- oder Basisölgrundlage, können sie die Haut allerdings auch reizen. Das gilt vor allem für empfindliche Haut.

Mischen Sie im Zweifelsfall zunächst weniger ätherisches Öl in Ihr Basisöl. Testen Sie das ätherische Öl an einer Hautstelle auf Hautreaktionen.

Ätherische Öle werden bis auf wenige Ausnahmen immer in Verdünnung mit fetten Pflanzenölen verwendet. Für ein Gesichtsöl reichen 1-5 Tropfen ätherisches Öl auf 30 ml Basisöl. Klassische Basisöle sind Mandelöl oder Jojobaöl.

Champakaöl entspannt und glättet

15 ml Mandelöl
15 ml Jojobaöl
2 Trpf. Champakaöl (Ätherisches Magnolienblütenöl)
1 Trpf. Sandelholzöl

Öle mischen und in eine Braunglasflasche mit Pipettenverschluss füllen. Das fertige Öl sollte kühl und trocken lagern.

Anwendung: Eine erbsengroße Menge morgens auf der Gesichtshaut verteilen und einziehen lassen. Für trockene, irritierte Haut geeignet. Glättet und lindert Fältchen.

In der Hautpflege ist das Champakaöl noch unbekannt. Meist wird es in der Aromatherapie eingesetzt – und dort eher im seelisch-spirituellen Bereich. Champakaöl enthält mit ca. 13 Prozent relativ viel Eugenol (schmerzlindernd, entkrampfend), rund 11 Prozent Benzylbenzoat und weitere Inhaltsstoffe in geringeren Mengen, u.a. Cineol, Linalool und Nerolidol.

Champakaöl hat entkrampfende, schmerzlindernde und antibakterielle Eigenschaften. In der Hautpflege wirkt das Öl glättend , straffend und entzündungsmildernd.

DIY Rezepte mit ätherischen Ölen für den Sommer

Ätherische Sommermischung – hilft auch gegen Insekten

Machen wir es doch den Pflanzen nach – diese nutzen ihre ätherischen Düfte, um Schädlinge abzuwehren. Da für unser Empfinden die meisten dieser Öle als angenehm empfunden werden, schlagen wir so zwei Fliegen mit einer Klappe. Wir freuen uns über eine erfrischende Duftmischung und schützen uns vor Mücken und Co. Und das auf ganz natürliche Weise.

Als äußerst wirksam gelten ätherische Öle mit einem Gehalt an Citronellal, Citronellol, Geranial und Neral. Diese Komponenten sind unter anderem in Lemongrasöl , Citronellaöl oder im Eucalyptus-Citriodora-Öl enthalten.

Wie diese Namen schon vermuten lassen, handelt es sich hier um Zitrusdüfte. Damit unser Sommerduft nicht zu zitronig wird, mischen wir ihn mit ergänzenden Ölen. Mit solchen, die einen angenehm duftenden “Gegenpart” darstellen und ebenfalls bei Insekten unbeliebt sind.

Sommermischung Citronella-Sandelholz

Mischen Sie Citronella und Sandelholz in einem Verhältnis 2:1. Die Mischung kann pur auf Textilien und Duftlampen verwendet werden.

Als duftendes Bodyöl: 10 – 15 Tropfen pro 100 ml Basisöl. Hier eignen sich fette Öle wie Mandelöl oder Aprikosenöl. Aprikosenöl zieht relativ schnell in die Haut ein und ist ein geeignetes Sommer-Bodyöl.

Sandelholz enthält sogenannte Sesquiterpene, die ebenfalls zur Mückenabwehr eingesetzt werden.

Sommermischung Lemongras-Lavendel-Patchouli

Diese Kombination klingt ungewöhnlich, hat aber eine sehr angenehme Note.

Duftmischung: Lemongras und Lavendel im Verhältnis 3:1 mischen. Einige Tropfen Patchouli hinzugeben. Die Dosierung erfolgt je nach Geschmack.

Bodyöl: maximal 10 Tropfen auf 100 ml Basisöl.

Lavendel und Patchouli (Sesquiterpenolanteil bei rund 90 %) gehören beide zu den “insektenabwehrenden” Ölen.

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