Kokosöl in der Kosmetik – ein Öl für alle Fälle

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Dauerbrenner Kokosöl

Kokosöl bleibt zur Zeit ein kosmetischer Dauerbrenner. Das cremige Öl wird oft als wahrer Allrounder beschrieben: Als Massageöl, als tägliche Gesichtspflege, als Haarpflegeprodukt oder als Hand- und Fußcreme. Zur Anwendung kommt Kokosöl pur oder als Zusatz in Cremes oder Kombi-Hautpflegeölen.

Kokosöl soll anti-entzündlich sein, über Anti-Aging-Effekte verfügen, die Haut kühlen und Rötungen mildern. Im Gegensatz zur Luxuskosmetik ist es einfach anzuwenden und preisgünstig.
Also fast ein perfektes Hautpflegeprodukt! 

Kokosöl – ein Laurinöl

Kokosöl wird aus den Früchten (Kokosnüssen) der Kokospalme (Cocos nucifera) gewonnen. Kokosnüsse bestehen zu ca. 60 % aus reinem Öl. Dieses wird durch Kalt-Pressung aus dem zuvor getrockneten Fruchtfleisch (sogenanntem Kopra) gewonnen. Die Hauptanbaugebiete der Kokospalme sind die Philippinen, Sri Lanka, Indonesien und Indien.

Kokosöl ist strenggenommen kein Öl, sondern ein weißes Pflanzenfett. Kokosöl besteht zu einem hohen Anteil aus gesättigten Fettsäuren. Genaugenommen Triglyceriden, mit gesättigten Fettsäure-Resten. Bei den Fettsäuren des Kokosöls handelt es sich zu ca. 50 % um Laurinsäure. Kokosöl zählt deshalb auch zu den sogenannten Laurinölen. Laurinsäure soll über besondere Eigenschaften verfügen: Sie wird als natürliches Antibiotikum oder auch als Zeckenschutz ausgelobt.

Zusätzlich wird Kokosöl wird zur Produktion von Seifen und Kerzen und als Ausgangsprodukt für Tenside verwendet.

Das Öl ist bei niedrigeren Temperaturen, unter 25 Grad, dickflüssig und erscheint eher wie ein Wachs. Leicht erwärmt und verflüssigt, lässt es sich sehr gut auf der Haut verteilen oder einmassieren. Kokosöl lässt sich gut verflüssigen, hier reicht schon eine Erwärmung durch die Hände. Das Öl duftet dezent nach Kokos. Ein beliebter Duft, nicht zuletzt enthalten viele Duftmischungen eine leichte Kokosnote.

Kokos gegen Akne

Kokosöl ist ein laurisches Öl. Laurische Öle (Laurinsäure s.o.) sollen vor Keimen schützen und die Haut beruhigen. Aus diesem Grund wird Kokosöl gerne bei entzündlicher und gereizter Haut eingesetzt. Bei fettiger Haut und bei Pubertätsakne sollte Kokosöl mit Bedacht angewendet werden, denn das Öl fettet recht stark. Hier eignet es sich allemal für die partielle Anwendung.

Kokosöl ist in manchen Fällen eine gute Ergänzung zur Hautpflege der Akne-Tarda. Die Akne-Tarda, auch als Altersakne bekannt, tritt nach der Pubertät, so ab dem 30.  bzw. 40. Lebensjahr auf. Das Hautbild und die Ansprüche an eine geeignete Hautpflege sind vollkommen anders als die der Pubertätsakne.

In jedem Fall ist vor Anwendung von Kokosöl eine Hautpflegeberatung sinnvoll. Jede irritierte und unreine Haut ist anders und benötigt eine, auf ihren speziellen Hauttyp abgestimmte Hautpflege. Zusätzlich ist zwischen Gesichts- und Körperpflege zu unterscheiden. Als Body-Öl ist Kokosöl meist sehr gut verträglich.

Anti-Aging aus der Kokosnuss

Kokosöl wird auch als Anti-Aging-Öl gelobt. Zur täglichen Hautpflege und zur Glättung eignet es sich besonders bei fettarmer, reifer Haut. Kokosöl kann die Regeneration der Haut unterstützten und zusätzlich die Hautfeuchte erhöhen. Das hängt mit der Penetration des Hautöls zusammen, die recht langsam erfolgt.

Leicht aufmassiert kann es als Tages- oder Nachtpflege, als Glättungskonzentrat, zusätzlich zur Tagespflege, oder als Anti-Aging-Packung verwendet werden. Natürlich lässt sich das Öl gut mit anderen Ölen oder auch ätherischen Ölen kombinieren. Für eine zusätzliche Ölkomponente kann es kalt in Cremes eingerührt werden. Als Packung zum Beispiel.

Wellness aus der Kokosnuss

Das zarte, leicht nach Kokos duftende Öl lässt sich sehr gut als Massageöl oder auch als Badezusatz verwenden. Das sind auch die häufigsten kosmetischen Einsatzgebiete für das Kokosöl. Tipp unserer Redaktion: Vor dem Auftragen wird das Öl kurz im Wasserbad angewärmt und nach Belieben mit ätherischen Ölen angereichert!

Praxistipp: 5 ml Kokosöl mit 3 Tropfen Orangen- oder Zitronenöl mischen und dem Badewasser zugeben. Diese Mischung eignet sich auch als Duschbad.

Kokos für die Haare

Probleme mit strapaziertem, trockenem oder sprödem Haar? Kokosöl eignet sich sowohl Haarspitzenfluid, als auch Splisskur. Anders als silikonhaltige Spitzenfluids trocknet es langfristig die Haare nicht aus, auch ein Gewöhnungseffekt tritt nicht ein. Dieser ist üblich bei der Verwendung von Silikonfluids. Hier wird mit der Zeit mehr und mehr des Produktes benötigt, bei gleichzeitiger Austrocknung der Haare. Darüber hinaus schützt Kokosöl die Haare auf natürliche Art und Weise vor dem Austrocknen. Es sollte jedoch nur in geringen Mengen einmassiert werden, da das Öl sehr fettet.

Kokosöl als Haarspitzenfluid: Eine kleine Menge Kokosöl in der Hand schmelzen lassen und in die trockenen Haarspitzen einmassieren. Kokosöl als Splisskur: Kokosöl großzügig auf die spröden Haarpartien auftragen und über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Tag sollte das Haar intensiv ausgespült werden.

Lippenpflege und Deodorant

Kokosöl ist bei spröden und rissigen Lippen eine wunderbare Lösung. Es ist im Alltag, im Vergleich zu einem Lippenpflegestift, natürlich nicht so praktikabel. In der Regel wird man eine Kokosölflasche nicht in die Handtasche packen. Als Lippenpflege morgens und abends macht Kokosöl aber in jedem Fall Sinn.

Kokosöl weist natürliche desodorierende und kühlende Eigenschaften auf. Bereits eine kleine Menge reicht für ein angenehmes Achselklima vollkommen aus. Das angeschmolzene Öl zieht gut und schnell in die Haut ein und hinterlässt zudem keinen Fettfilm auf der Kleidung.

Eigenschaften zusammengefasst

  • Regenerierend: Kokosöl unterstützt die Regeneration und somit die Hauterneuerung.
  • Rötungsmildernd & kühlend: Kokosöl ist hautberuhigend, ausgleichend und angenehm kühlend.
  • Hautschützend: Vorbeugende Effekte gegenüber hautschädigenden Einflüssen.

Link – Rezepturen mit Kokosöl

Praxistipps & Mischungen mit Kokosöl – © Kosmetik-Werkstatt
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